Danilovic Immobilien · Modellrechnung

Wann sind Sie
schuldenfrei?

Dasselbe Geld, drei Wege. Entweder es geht als Sondertilgung an die Bank – oder Sie legen es an, bis das Ersparte die Restschuld auf einen Schlag ablösen kann. Verglichen werden nur zwei Dinge: wie lange es dauert und wie viel Sie bis dahin eingezahlt haben.

Darlehen

Was ist die Restschuld?
Der Betrag, den Sie der Bank heute noch schulden – nicht die ursprüngliche Darlehenssumme. Er steht auf dem letzten Jahreskontoauszug.
% p.a.
Sollzins oder Effektivzins?
Hier gehört der Sollzins hinein – der reine Zins auf die Restschuld. Der Effektivzins enthält zusätzlich Nebenkosten und würde die Rechnung verfälschen.
Warum fragt der Rechner nicht nach der Tilgung?
Weil sie sich ergibt: Tilgung = Rate − Zinsen. Ein eigenes Feld könnte der Rate widersprechen. Den errechneten Tilgungssatz sehen Sie direkt darüber.
Was ist ein Annuitätendarlehen?
Die übliche Immobilienfinanzierung: Sie zahlen jeden Monat denselben Betrag. Darin stecken Zinsen und Tilgung. Weil die Restschuld sinkt, wird der Zinsanteil kleiner und der Tilgungsanteil größer – die Rate bleibt gleich.
Jahren
Wozu dient dieses Feld?
Es steuert nur die Empfehlung darunter: Der Rechner ermittelt, welche Sondertilgung nötig wäre, um genau in diesem Zeitraum bei null zu landen. Auf den Vergleich selbst hat das Feld keinen Einfluss.
€ p.a.
Wofür wird dieses Geld verwendet?
Der Betrag, über den Sie zusätzlich zur Rate verfügen. In Weg A geht er als Sondertilgung an die Bank, in Weg B und C in die Anlage. Ihr monatlicher Aufwand ist damit in allen drei Wegen exakt gleich – nur das Ziel unterscheidet sich. Sondertilgungen sind vertraglich meist auf 5 % der Ursprungssumme pro Jahr begrenzt.

Objekt

Warum macht das einen Unterschied?
Bei einer vermieteten Immobilie sind die Schuldzinsen Werbungskosten: Sie mindern die Mieteinnahmen und damit Ihre Steuer. Ein Teil der Zinsen kommt über die Steuererklärung zurück und senkt Ihre effektive Einzahlung.

Bei einer selbst genutzten Immobilie gibt es diesen Abzug nicht.

Anlage

% p.a.
Welche Rendite ist realistisch?
Niemand kennt sie im Voraus. Schauen Sie deshalb auf die Schwelle im Ergebnis: Sie nennt die Rendite, ab der der ETF-Weg genauso schnell schuldenfrei macht. Die Einschätzung, ob das erreichbar ist, bleibt bei Ihnen.
% p.a.
Was ist die TER?
Die jährliche Gebühr des Fonds, direkt aus dem Fondsvermögen entnommen. Breite Index-ETFs liegen meist bei 0,1 bis 0,3 %. Der Wert steht im Factsheet.
Was ist die Teilfreistellung?
Weil Fonds auf Unternehmensebene schon Steuern zahlen, bleibt ein Teil der Erträge beim Anleger steuerfrei: 30 % bei Aktienfonds ab 51 % Aktienquote, 15 % bei Mischfonds ab 25 %, 0 % bei Renten- und Geldmarktfonds.
% p.a.
Warum Festgeld mitvergleichen?
Der ehrliche Zwischenweg: kein Kursrisiko, aber Zinsen werden voll besteuert und es gibt keine Teilfreistellung. So sehen Sie, ob sich das Risiko des Depots überhaupt lohnt.

Steuer – zuschaltbar

Solidaritätszuschlagfix 5,5 % – nicht abwählbar
Warum gesperrt?
Auf Kapitalerträge gibt es für den Soli keine Freigrenze, er fällt immer an. Zusammen mit 25 % Kapitalertragsteuer ergibt das die bekannten 26,375 %.
Kirchensteuer Satz nach Bundesland
Wie wirkt sie?
Sie kommt auf die Kapitalertragsteuer, mindert aber gleichzeitig deren Bemessungsgrundlage (§ 32d Abs. 1 EStG). Deshalb ergeben 26,375 % plus 8 % nicht 34 %, sondern 27,82 %. Sie müssen den Satz nicht kennen – wählen Sie Ihr Bundesland.
Sparerpauschbetrag anrechnen 1.000 € bzw. 2.000 € pro Jahr
Was ist der Sparerpauschbetrag?
Ein Freibetrag für Kapitalerträge: 1.000 € pro Person, 2.000 € bei Zusammenveranlagung (§ 20 Abs. 9 EStG, 2026 unverändert). Er wird nicht ausgezahlt – er schützt nur Erträge, die tatsächlich anfallen. Er gilt pro Person, nicht pro Immobilie: bestehende Depots und Tagesgelder zehren ihn auf.
Vorabpauschale berücksichtigen Jährliche Vorbesteuerung
Was ist die Vorabpauschale?
Thesaurierende Fonds schütten nichts aus – trotzdem greift der Staat jährlich vorab zu. Bemessung: Fondswert am Jahresanfang × Basiszins × 70 %, begrenzt auf die tatsächliche Wertsteigerung. Sie verbraucht zuerst den Sparerpauschbetrag und wird beim späteren Verkauf angerechnet.
%
Woher kommt dieser Wert?
Das Bundesfinanzministerium gibt ihn jedes Jahr im Januar bekannt. Für 2026: 3,20 % (2025: 2,53 %). Bitte jährlich aktualisieren.
Freibetrag durch Gewinnmitnahme nutzen Standardmäßig aus
Wie funktioniert das?
Einmal im Jahr so viele Anteile verkaufen und sofort zurückkaufen, dass der restliche Freibetrag aufgebraucht wird. Der Gewinn bleibt steuerfrei, die Anschaffungskosten steigen – am Ende fällt weniger Steuer an. Bei 30 % Teilfreistellung braucht es rund 1.429 € Rohgewinn für 1.000 € Freibetrag.
Persönlichen Steuersatz einbeziehen Wirkt an zwei Stellen
Was ist der Grenzsteuersatz?
Der Satz, mit dem Ihr nächster verdienter Euro besteuert wird – nicht Ihr Durchschnittssatz. Bei mittleren Einkommen häufig 35 bis 42 %.

Er zählt zweifach: als Werbungskostenvorteil auf die Schuldzinsen bei Vermietung – und, falls er unter 25 % liegt, über die Günstigerprüfung (§ 32d Abs. 6 EStG) auf die Kapitalerträge.
%
Das Ergebnis

Wie ist das gerechnet?
In allen drei Wegen zahlen Sie monatlich genau dasselbe: die Rate plus den Jahresbetrag aus Ihrem freien Budget.

In Weg A geht das Budget als Sondertilgung an die Bank. Fertig ist es, wenn die Restschuld null erreicht.

In Weg B und C läuft nur die normale Rate an die Bank, das Budget wird angelegt. Fertig ist es in dem Moment, in dem das Angesparte – nach Abzug aller Steuern, die beim Verkauf noch anfallen – die Restschuld abdecken kann. Dann wird verkauft und das Darlehen abgelöst.

„Eingezahlt“ ist die Summe, die bis dahin aus Ihrer Tasche geht: alle Monatsraten plus alle Budgetbeträge. Weil der monatliche Aufwand in allen Wegen gleich ist, folgt diese Summe direkt aus der Laufzeit – wer früher fertig ist, hat weniger eingezahlt.

In die Anlage wandert nur so viel, wie zur Ablösung noch fehlt. Es bleibt daher in keinem Weg ein Guthaben stehen; die Rechnung endet mit der Schuldenfreiheit.

Bei Vermietung kommt ein Teil der Zinsen über die Steuererklärung zurück. Diese Erstattung steht in der Fußzeile jedes Wegs, zusammen mit dem effektiven Aufwand nach Erstattung. Sie ist absichtlich nicht in die große Zahl eingerechnet: Ein längerer Weg zahlt mehr Zinsen und bekommt deshalb mehr zurück – das würde die Reihenfolge verwischen.

Die drei Wege im Vergleich

Die Schwelle

Verbleibende Schuld nach Abzug des Angesparten

Weg A · Sondertilgung Weg B · ETF Weg C · Festgeld

Wieso trägt das Finanzamt einen Teil der Zinsen?
Warum sind die Zinsen im schnelleren Weg höher?

Wenn die Rendite anders ausfällt

ETF-RenditeSchuldenfrei nachEingezahltggü. Weg A
Was die Zahlen nicht zeigen
Für die Sondertilgung
  • Zinsänderungsrisiko. Nach Ablauf der Zinsbindung zählt allein die Restschuld. Eine niedrigere Restschuld verhandelt besser.
  • Garantierte Ersparnis. Der eingesparte Zins ist sicher, die Depotrendite nicht.
  • Sinkende Belastung. Früher schuldenfrei heißt früher Luft für das nächste Objekt.
  • Keine Nerven nötig. Kein Kurseinbruch kann den Plan durchkreuzen.
Für die Anlage
  • Liquidität. Das Depot bleibt verfügbar – eine Sondertilgung ist unumkehrbar.
  • Steuerhebel. Bei Vermietung bleibt der Zinsabzug länger erhalten.
  • Streuung. Weniger Klumpenrisiko als ein weiterer Euro in derselben Immobilie.
  • Aber: Entscheidend ist der Kursstand im Moment der geplanten Ablösung. Fällt er kurz vorher, verschiebt sich der Termin – womöglich um Jahre.

Die drei Wege in Worten

Weg A · Sondertilgung
Weg B · ETF-Depot
Weg C · Festgeld

Ergebnis als PDF

Erzeugt eine aufgeräumte Zusammenfassung mit allen Angaben, dem Vergleich der drei Wege und den Renditeszenarien – geeignet zur Vorlage bei Ihrer Bank. Sehen Sie sich zuerst die Vorschau an; im Druckdialog dann „Als PDF speichern" wählen.

Unverbindliche Modellrechnung – keine Anlage-, Kredit- oder Steuerberatung.
Vollständiger Hinweis
Eine allgemeine Modellrechnung, keine Empfehlung für ein bestimmtes Produkt oder Vorgehen. Sie arbeitet mit gleichbleibenden Annahmen, konstanten Renditen und dem Steuerrecht des Jahres 2026; tatsächliche Verläufe weichen davon ab. Insbesondere unterstellt der Anlageweg eine gleichmäßige Rendite – in der Wirklichkeit entscheidet der Kursstand im Moment der geplanten Ablösung. Kirchensteuer, Günstigerprüfung und Teilfreistellung sind vereinfacht abgebildet. Ob eine vorzeitige Ablösung möglich ist und ob dabei eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt, richtet sich nach Ihrem Darlehensvertrag; vertragliche Sondertilgungsgrenzen ebenso. Für die Beurteilung Ihres Einzelfalls sind eine Steuerberaterin oder ein Steuerberater sowie die finanzierende Bank zuständig.